Kommunikation

Sprachlos. Kommunikation bei Sprech- und Sprachstörungen

Wir sagen dem Chef unsere Meinung, erklären dem Kollegen einen Sachverhalt, bringen in der Beziehung unser Gefühl zum Ausdruck oder bestellen am Telefon eine Pizza – ein Großteil unserer Alltagskommunikation baut auf Sprache auf. Aber was passiert, wenn dieser Baustein wegfällt, z.B. durch eine Gehirnschädigung? Was bleibt dann noch, um mit der Welt im Austausch zu bleiben? Und wie kannst du als Sozialexperte Kontakt aufnehmen zu Menschen mit Sprech- oder Sprachstörungen?

Zu Gast bei SocialExpert ist diesmal Ulrike – mit praktischen Kommunikations-Tipps bei Menschen mit Spracheinschränkungen. Denn mit oder ohne Sprechen – Sich-Mitteilen-Können und Verstanden-werden bleiben die wichtigsten Bestandteile guter Kommunikation. Wer Wege findet, dass die Person gegenüber sich ausdrücken kann und verstanden fühlt, kann viele Missverständnisse ausräumen, bevor sie zu Konflikten werden.

Nähe und Distanz

Wie viel Nähe zulassen? Wie die notwendige Distanz bewahren?

Keine leichte Frage für Sozialexperten. Denn sie arbeiten oft über einen langen Zeitraum mit Klienten – sei es in der Erziehung von Jugendlichen, in der Kita, in der Pflege oder in der Assistenz von Menschen mit Behinderungen. Professionelle Beziehungsgestaltung und das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz sind dabei von großer Bedeutung. Denn Empathie schafft erst die Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit. Gleichzeitig ist Abgrenzung wichtig, um sich selbst zu schützen und einen objektiven Blick auf die eigene Arbeit zu bewahren. Zu Gast ist heute Ramona, die seit vielen Jahren in der Behindertenhilfe tätig ist und durch viel eigenes Ausprobieren ihre Balance zwischen Nähe und Distanz, zwischen Aushalten, Respektieren und klärender Aussprache gefunden hat.

<script class="podigee-podcast-player" src="https://cdn.podigee.com/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://socialexpert.podigee.io/14-socialexpert-naehe-und-distanz/embed?context=external"></script>

Sozialphobie – oder doch Depression?

Warum stehe ich morgens eigentlich auf? Was motiviert uns aufzustehen?
Manuel ist ein Junge der für sich entschließt, nicht mehr aufzustehen. Er verlässt sein Bett nicht mehr. Die Familie ist überfordert. Anfangs versuchen sie Manuel alles recht zu machen. Sie organisieren sein Leben um sein Bett herum, inklusive Essen, Bettpfanne, Freizeit – Gestaltung. Das geht nicht lange gut. Sie suchen fachliche Hilfe. Und bekommen sie.
Wir sprechen mit Jewgeni Kegeles über diesen Fall. Er ist Psychologe und beschreibt wie Manuel und er es schaffen, Schritt für Schritt den Weg zurück ins Leben zu gehen.

Translate »