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Borderline – SocialVideo

In diesem SocialVideo bekommst du einen schnellen Überblick über die Borderline Persönlichkeitsstörung.

Selbstreflexion in sozialen Berufen

Wir Menschen sind so gemacht, dass wir viel über das nachdenken, was wir erlebt haben. Wir denken nach über das, was wir getan haben. Und darüber, ob wir es vielleicht anders machen hätten sollen. Dieses Nachdenken nennen die Fachleute ‚Selbst-Reflexion’. In diesem Video lernst du, wie Selbst-Reflexion funktioniert und welche konkreten Schritte du machen kannst, um Selbstreflexion zu lernen. Selbst-Reflexion ist eine wichtige Voraussetzung für gute Beziehungen – und die sind in der Arbeit mit Menschen natürlich besonders wichtig.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstreflexion
https://static.uni-graz.at/fileadmin/sowi-institute/Wirtschaftspaedagogik/Neuigkeiten/Wegweiser_durch_die_Reflexion_Kr%C3%A4mer_Strassegger.pdf
https://www.lernen.net/artikel/selbstreflexion-tipps-uebungen-selbstbewertung-553/

Schlaganfall! Das musst du wissen. Das kannst du tun.

Dein Kopf schmerzt plötzlich wie verrückt. Alles dreht sich vor deinen Augen wie ein Karussell. Du musst dich abstützen, um nicht hinzufallen. Du willst etwas sagen, aber bringst die Worte nicht raus. Deine Sprache ist abgehackt. Oder du sprichst als wärst du betrunken. Dein Gesicht wird  taub. Oder deine Arme oder Beine schlafen plötzlich ein.

Was ist los?

Wenn du eine oder mehrere dieser plötzlichen Veränderungen an dir oder einer anderen Person beobachtest – dann ist das ein Notfall. Dann kann das ein Schlaganfall sein.

Ganz sicher kann das allerdings erst ein Arzt sagen, den du in diesem Fall schnell rufen solltest.

Denn ein Schlaganfall hat viele Gesichter.

Das liegt daran, dass ein Schlaganfall in deinem Gehirn passiert. Und das Gehirn ist das komplizierteste Organ des Menschen – weil es so Vieles in deinem Körper steuert und beeinflusst.

In unserem Video erfährst du, was ein Schlaganfall ist. Du erfährst, wie du einen Schlaganfall erkennst. Und du erfährst, wie du Menschen unterstützen kannst, die einen Schlaganfall hatten.

Aber fangen wir von vorne an:

Bei einem Schlaganfall wird schlagartig Gewebe im Gehirn geschädigt. Dass passiert entweder weil ein Blutgefäß im Gehirn verstopft. Oder weil ein Blutgefäß reißt.


Schlaganfälle bei denen ein Blutgefäß verstopft ist, heißen auch ischämische Schlaganfälle. Das Gehirn bekommt in dem Fall nicht genug Blut. Das Gewebe im Hirn wird geschädigt, denn kein Blut bedeutet keine Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff. Wenn das Gewebe zu lange keinen Sauerstoff bekommt, dann kann es auch absterben.

Ursache für ein verstopftes Gefäß ist oftmals Arteriosklerose. Das bedeutet, dass es Ablagerungen in den Adern gibt und das Blut nicht mehr so gut hindurch fließen kann. Ursache kann auch ein Blutgerinnsel sein, bspw. aus dem Herz.

Übrigens: etwa 80 – 85% der Schlaganfälle entstehen durch verstopfte Gefäße.

Reißt dagegen ein Blutgefäß im Gehirn, dann ist das ein hämorrhagischer Schlaganfall – hämorrhagisch bedeutet, dass er „zu Blutungen führt“.

(Quelle: https://www.duden.de/suchen/dudenonline/h%C3%A4morrhagisch)

Grund für das Reißen eines Blutgefäßes ist häufig Bluthochdruck. Wenn ein Blutgefäß reißt, dann nennt man das auch Ruptur.

Wenn alles funktioniert – dann ist das Gehirn schon ein tolles Organ: Wie von einer Zentrale aus werden viele Abläufe innerhalb und außerhalb des Körpers geplant, durchgeführt und bewertet. Für die vielen Aufgaben des Gehirns sind dabei unterschiedliche Regionen im Gehirn zuständig.

(Quelle: http://www.lernpsychologie.net/gehirn/aufbau-des-gehirns)

Eine Region ist zum Beispiel der Parietallappen. Der sich kümmert sich darum, dass du ein Temperaturempfinden hast und dich beim Duschen nicht verbrühst.

Der Hippocampus wiederum sorgt dafür, dass du weißt wer du bist. Und dafür, dass du dieses Wissen jederzeit abrufen kannst (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hippocampus).

Eine weitere Region im Gehirn ist der Frontallappen. Er sorgt dafür, dass du zu Fuß gut von A nach B kommst. Er steuert alle deine Bewegungen.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Frontallappen )

Du siehst: Es ist also gar nicht so einfach zu beurteilen, ob jemand einen Schlaganfall hat. Denn: abhängig von der Region wo die Blutung oder die Verstopfung im Gehirn passiert, verändern sich die Symptome, also das, was auf den Schlaganfall hindeutet:

Wenn du nach einem Schlaganfall eine Körperseite nicht mehr bewegen kannst, ist vermutlich der Frontallappen betroffen. Wenn du dich nur noch schwer oder gar nicht mehr an biografische Daten erinnern kannst – liegt die Vermutung nahe, dass der Hippocampus betroffen ist.

Die häufigsten Hinweise auf einen Schlaganfall – vor allem wenn sie ganz plötzlich auftreten – sind:

  • Sehstörungen (z.B. Doppelbilder, verschwommenes Sehen, Einschränkung im räumlichen Sehen)
  • Sprachstörungen und Sprachverständnisstörung (verwaschene Sprache, Worte werden nicht gefunden, Worte werden nicht mehr verstanden)
  • Motorische Einschränkung (eine Körperhälfte oder Teile davon lassen sich nicht mehr bewegen, fühlen sich taub an, der Mundwinkel hängt herab)
  • Schwindel (ähnlich wie beim Karussellfahren)
  • Sehr starke Kopfschmerzen (die können zusammen mit Übelkeit und Erbrechen auftreten)

(Quelle: https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/verstehen-vermeiden/schlaganfall-erkennen/symptome/)

Je schneller du dabei erkennst, dass es sich um einen Schlaganfall handelt und den Notarzt rufst – desto größer ist die Chance, langfristige Schäden zu vermeiden.

Je mehr Zeit nämlich bei einem Schlaganfall vergeht, bevor ein Arzt ihn behandelt – desto mehr Schäden entstehen im Gehirn. Und desto mehr ist dann auch das Leben des Betroffenen nach dem Schlaganfall beeinträchtigt.

Was heißt das? Welche langfristigen Folgen kann ein Schlaganfall haben?

Es gibt unterschiedliche Auswirkungen, die ein Schlaganfall haben kann: manche erkennt man leichter, andere erst im Gespräch mit Betroffenen.

(Quelle für folgende: Ergotherapie im Arbeitsfeld Neurologie, Habermann, Kolster, 2. Auflage 2009.)

Zu den häufigsten langfristigen Beeinträchtigungen bei Schlaganfall gehören folgende Störungsbilder:

Hemiplegie

Das heißt: Dein Gang sieht auf einmal ‚unphysiologisch’ aus – das heißt deine Hand ist bspw. sehr verkrampft, oder dein Arm zieht sich vor deinen Körper und sieht sehr fest aus. Oder auch das Gegenteil – dein Arm hängt unbeteiligt herunter oder steckt in einer Orthese.

 (Quelle: Ergotherapie im Arbeitsfeld Neurologie, Habermann, Kolster, 2. Auflage 2009.)

Neglect

Das heißt: Ein Teil des Raumes wird von deinem Gehirn nicht mehr beachtet – deine vom Schlaganfall betroffene Körperseite ist zum Beispiel nicht mehr da – und du weiß es nicht mal.

Aphasie

Du kannst Dich nicht mehr äußern – mehr als zwei Worte kommen nicht mehr aus deinem Mund. Und deine Tochter verstehst Du auch nicht mehr. Aber die alten Schlager, die sitzen noch.

Apraxie

Deine Bedienungsanleitung für jahrelang durchgeführte Handlungen fehlt auf einmal. Wie war das nochmal mit der Zahnpasta und der Zahnbürste?

Gedächtnisstörung

Oh vergessen zu waschen. Was? Ich soll schon wieder nicht meine Miete bezahlt haben? Oh, das war dann wohl der Geburtstag meines Sohnes – vor zwei Wochen. Die Bandbreite von Gedächtnisstörungen ist riesig – von ganz leicht bis sehr schwer betroffen.

Sensibilitätsstörungen

Heiß und kalt kannst Du beim Duschen nur noch bedingt spüren, komisch dass dein Körper auf einmal so rot ist. Zum Glück spürst Du nicht mehr genau, wenn Dir etwas weh tut.

Schluckstörungen

Das Schlucken von Speichel, Essen oder Trinken funktioniert nicht mehr richtig. Häufig verschluckt Du Dich, ein Gefühl von einem Kloß ist in einem Hals.

Beeinträchtigung der Awareness

Awareness heißt auch Störungseinsicht: „Nein ich habe keinen Schlaganfall, ich kann gerade nur nicht laufen weil meine Schuhe drücken“.

Störungen der exekutiv Funktionen

Du hast keine Ahnung wie Du deine Wäsche waschen musst und aufraffen kannst Du dich dazu gerade auch nicht. Außerdem stört Dich dieser nervige Mitbewohner, der ohne Punkt und Komma redet. Dieser Idiot! Deine Handlungskontrolle, Antrieb und Sozialverhalten sind durcheinander gekommen.

Aufmerksamkeitsstörungen

Du willst Dir einen Tee kochen – am Ende gibt es einen Becher heißes Wasser. Dich hat  leider der laufende Geschirrspüler und der Vogel vor dem Fenster so sehr abgelenkt, dass Du die Handlung Tee kochen vergessen hast.

Räumliche Störung

Warum kann ich nicht mehr die Uhr lesen? Da sind zwei Zeiger, aber eine Uhrzeit sehe ich da nicht. Und mein verdrehtes T – shirt versuche ich schon seit drei Stunden anzuziehen – leider ohne Erfolg.

Nach einem größerem Schlaganfall ist auf einmal Vieles anders. Du musst vielleicht einen Rollstuhl nutzen, keiner deiner Freunde versteht Dich mehr und erinnern kannst Du Dich nur noch an wenig. So ein Schlaganfall hat auch Auswirkungen auf das eigene Selbstbild. Wer bin ich jetzt noch? Und was mache ich jetzt mit meinem Leben? Häufig geht mit einem Schlaganfall eine Depression mit einher –verständlich, wenn dein ganzes Leben auf dem Kopf steht.

Das muss auch deine Familie wissen. Ein Schlaganfall ist kein gebrochener Arm, keine Lungenentzündung, die schnell wieder heilt. Ein Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache. Ein Schlaganfall ist eine der häufigsten Ursachen für eine Behinderung im Erwachsenenalter.

(Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_2017_01_gesundheitliche_lage.pdf?__blob=publicationFile S.70)

Was kannst Du als SocialExpert machen, wenn Du in deinem Job mit Menschen arbeitest, die einen Schlaganfall haben? Oder als Angehöriger eines von Schlaganfall betroffenen?

Grundsätzlich: Tausch Dich aus, spreche mit anderen Experten, lasse Dich beraten. Konkret kannst Du folgendes tun:

  • Das Leben, das Menschen nach einem Schlaganfall haben, ist häufig ein anderes als sie es vorher kannten. Sie sind auf Hilfe angewiesen, können vielleicht nicht mehr über ihren Körper bestimmen. Das macht Angst. Hör den Menschen zu, gib Ihnen Zeit und versuche nicht jemanden dazu zu drängen, sich schnell mit der neuen Situation auseinander zu setzen. Das bringt häufig nichts.
  •  Unterstütze Menschen, wieder Selbständigkeit zu erleben. Das kann schon bei kleinsten Handlungen sein: Das Anziehen und Waschen klappt noch nicht, aber hey, ich kann mich alleine kämmen! Das steigert das Selbstwertgefühl ungemein.
  • Unterstütze Menschen, Kontakt zu Angehörigen und Freunden aufrecht zu erhalten. Mach den Angehörigen klar, dass evtl. ein Mensch vor Ihnen sitzt, der sich anders verhält als vor dem Schlaganfall. Motiviere sie, sich Beratung und Unterstützung zu holen. Viele Beziehungen und Freundschaften gehen nach einem schweren Schlaganfall auseinander.
  • Wahrnehmung ist subjektiv und entsteht im Gehirn. Deine Wahrnehmung ist daher nicht immer die Wahrnehmung des anderen, besonders wenn Bereiche des Gehirns geschädigt wurden. Überlege Dir ob du jemanden wirklich darauf hinweisen musst, dass er in einer besonderen Wohnform lebt, wenn er Dir erzählt, dass er im Hotel wohnt. Vielleicht ist es in der Situation auch vollkommen ok, die Wahrnehmung des anderen so wie sie ist stehen zu lassen.
  • Behandle Menschen mit Respekt und begegne ihnen auf Augenhöhe (diesen Hinweis wirst du übrigens noch in einigen SocialVideos bekommen)

(Quelle für folgende: Ergotherapie im Arbeitsfeld Neurologie, Habermann, Kolster, 2. Auflage 2009 S. 186 ff.)

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